Auch wenn bei manch einer wissenschaftlichen Erhebung Skepsis angebracht ist, dies sind Tatsachen: Das erreichte Durchschnittsalter hier zu Lande ist in den vergangenen Jahrzehnten enorm gestiegen. Ebenso die Chancen, maximale Vitalität bis ins hohe Alter genießen zu können.
Altersfürsorge gerät daher zwangsläufig in den Fokus konträrer politischer Diskussionen. Vom „Dialog der Generationen“ ist dann die Rede, der die Basis für ein harmonisches Miteinander von Jung und Alt bilden soll.
Wir meinen: Reden ist eine Sache, die Ärmel hochkrempeln und Dinge anpacken eine andere. Darum haben wir uns für die Idee einer gemeinnützigen Fördervereinigung stark gemacht. Die Initiative traf viele Menschen augenscheinlich mitten ins Herz und führte inzwischen zur Gründung des Vereins „Geborgenheit im Alter e.V.“.

Die Ziele des Vereins sind einfach umrissen: Förderung eines tatsächlichen, unmittelbaren Dialogs der Generationen und damit der Alterfürsorge sowie die unbürokratische Unterstützung hilfebedürftiger Menschen. Kurzum, „Geborgenheit im Alter e.V.“ will nicht nur öffentliches Bewusstsein für ein würdiges Leben im Alter schaffen, sondern vor allem Senioren aktiv begleiten.
Um etwaigen Missverständnissen gleich an dieser Stelle vorzubeugen: Natürlich sind wir vom Seniorenzentrum „Haus am See“ jederzeit für unsere Bewohner da. Darüber hinaus sind jedoch gerade die weiteren zwischenmenschlichen Kontakte, wie sie der Förderverein engagiert zu knüpfen vermag, enorm wichtig. Einfach ausgedrückt: Man nimmt am öffentlichen Leben teil.

Vorlesen, beim Einkauf helfen oder einfach nur zuhören – die kleinen Probleme des Alltags zu vertreiben, ist nicht schwer. Schon etwas mehr Engagement erfordert es, Kultur- und Bildungsveranstaltungen auf die Beine zu stellen. Erfahrungsgemäß macht der Glanz in den Augen unserer Bewohner die Strapazen allerdings mehr als wett.
Hierfür werden wir nicht müde, Menschen jeden Alters zu ermuntern, sich ehrenamtlich mit den Möglichkeiten, Chancen und Problemen des dritten Lebensabschnittes auseinanderzusetzen. Ob es sich dabei um die Bewohner unseres Seniorenzentrums selbst handelt, um Angehörige, Nachbarn oder engagierte Mitbürger handelt – willkommen sind alle, die einen Beitrag für Senioren leisten können und wollen.